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Wir fahren nach Schmiedeberg!
Nach langen hin und her, wurde das für "Himmelfahrt" vorgesehene Spiel auf den Ostermontag gelegt. Einige Glashütter Spieler hatten allerdings beim Verstecken der Ostereier gleich ihre Form mit versteckt und sie leider auch am Spieltag nicht wieder gefunden.
Nachdem sich beide Mannschaften am Samstag in ihren Nachholepunktspielen nicht mit Ruhm bekleckert hatten (Glashütte gewann durch ein spätes Tor von Steve Böhme wenigstens einen Punkt, Bärenstein wurden in Schmiedeberg "sieben Eier ins Nest gelegt"), glaubte man, das aufgrund der Wichtigkeit des Spieles eine deutliche Leistungssteigerung zu erwarten war. Für die "Hütter" traf das allerdings nicht zu!!
1. Halbzeit
Die Partie auf dem Hartplatz der Bärensteiner begann nicht so, wie die Gäste es erwarteten. Man wollte den Gastgeber unter Druck setzen und damit den Ball vom eigenen Tor weghalten. Um Druck zu erzeugen muß man aber Fußball spielen, auch wenn es bei diesen Bedingungen nicht einfach ist! Naja Theorie und Praxis sind eben zwei unterschiedliche Schuhe und einige Spieler hatten an diesem Tag wahrscheinlich zwei "Linke" an. Was den wieder zahlreich angereisten Zuschauern aus der Uhrenstadt geboten wurde, war dann "Stolperfußball in Perfektion" und in der gesamten ersten Halbzeit gab es keine Kombination die über drei Stationen hinaus ging. Die Bärensteiner hatten im Mittelfeld die Lufthoheit, gewannen die Zweikämpfe und näherten sich damit immer wieder gefährlich den Glashütter Strafraum. Aufgrund der Breite des Platzes(Seitenlinie=Strafraumlinie) wurde jeder Einwurf auf Höhe des Sechzehners zu einem Problem. Pierre Oertel mußte immer wieder auf der Hut sein, da seine Vorderleute vielfach ihre Gegner aus den Augen verloren. Hätte bei den Gastgebern die" Justierung" gestimmt, das Spiel wäre nach 30 Minuten nicht torlos gewesen. Dann gab es Freistoß für die Blau-Weißen an der Mittellinie. Heiko Fahl legte Quer auf Heiko Schulz und da die Gastgeber noch überlegten, wer welchen Spieler zu decken hatte, zog der aus 22 Metern einfach ab. TOR,TOR,TOR........"Alter Mann" wir danken Dir!!!!!
Der erste und einzige Torschuß der Blau-Weißen in Halbzeit 1 brachte die Führung. Ansonsten war die in früheren Spielen teilweise hochgelobte Offensive der Gäste nicht zu sehen.
2. Halbzeit
Die Viertelstunde Halbzeitpause reichte nicht um alle Fehler anzusprechen. Das Beste von Halbzeit1. war für die Blau-Weißen das Ergebnis und darauf ließ sich natürlich aufbauen. Trotz des Willens nun alles besser machen zu wollen, die Bleigewichte an den Schuhen wurden wir nicht los. Schwerfällig, Ideenlos ging es weiter. Nur gut das beide Aussenverteidiger (Wiesel,Fäustel) ihre Gegner im Griff hatten. Vor allen Kay Wisian machte an diesem Tag fast immer alles richtig. Gut so Kay!!!
Mit der Einwechslung von Philpp Kunze in der 60. Minute kam dann vorübergehend mehr Schwung in unsere Aktionen. Nun hatten wir für 15 Minuten Oberwasser. Man beschäftigte den Gegner in der Abwehr. Philipp mit einem Schuss über das Tor und ein abgefälschter Freistoß von Steve Böhme an die Querlatte waren Beleg dafür, daß man auch ein bißchen mitspielen wollte. Was uns natürlich wieder nicht gelang, waren zwingende Aktionen im Strafraum der Gastgeber. Flog ein Ball in den Strafraum schafften wir immer wieder Überzahl am Elfmeterpunkt, nur dummerweise standen wir uns dort meistens selbst im Wege, so daß die Gastgeber ohne viel Mühe klären konnte. Jungs Kopf einschalten und den Ball nicht mit dem roten Tuch verwechseln!!!!!!
Die Gastgeber waren in der zweiten Halbzeit nicht mehr in der Lage, uns unter Druck zu setzen,allerdings die Standardsituationen blieben gefährlich. Immer wieder führten Freistöße ,Einwürfe, Ecken zu einem Tohuwabohu. Mit viel Glück, weniger mit Geschick überstanden wir auch das. Nachdem der Schiedsrichter die letzten zwei Minuten angezeigt hatte, wurde der Ball in einer Angriffsaktion am Bärensteiner Strafraum leichtfertig verloren und man lief,wie kann es anders sein, an so einem Tag noch in einen Konter. Danach entzündeten sich die Gemüter, als der Ball im Glashütter Tor lag. Fakt ist, daß der gute Schiedsrichter Tom Gäpel die Aktion bereits deutlich vor dem Einschlagen des Balles,wegen Foulspieles unterbrochen hatte. Ansonsten blieb alles ruhig und trotz der Brisanz des Spieles auch auf den Platz sehr fair.
Fazit: In einem schwachen, aber dafür sehr spannenden Spiel, gewann nicht der Bessere, sondern der Glücklichere! Das Finale am 19. Juni in Schmiedeberg wird sicherlich noch einen deutlichen Zacken schärfer, allerdings haben die Blau-Weißen dort nichts mehr zu verlieren. Wir freuen uns als Mannschaft sehr auf diesen Höhepunkt und hoffen wieder auf viel Unterstützung, um das vielleicht Unmögliche doch möglich zu machen. Bis dahin freuen wir uns auf eure Anfeuerung!!! bei den noch ausstehenden Punktspielen.
Aufstellung: Oertel-Schulz-Faust, Fahl, K.Wisian-Bednara, R.Wisian, Böhme-Lecke l(Kunze)-Hensel (A.Krebs), Hornoff
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